Produktivität

3 Tipps für bessere Mitschriften

Wie oft ist es euch schon passiert, dass ihr in einer Vorlesung mitschreibt und der Professor zur nächsten Folie wechselt, bevor ihr fertig seid? Studenten sehen sich heute einer überwältigenden Masse an Informationen, Tools und Ablenkungen gegenüber. Man könnte zwar meinen, dass das Ziel eines guten Studenten sei, alle Fakten, Theorien und Infos, die ihm entgegengeschleudert werden, zu erfassen, doch der Schlüssel zu erfolgreichen Notizen ist, sich nicht alles, sondern nur die wichtigen Dinge zu merken. Denn für das Erfassen der gesamten Informationsflut ist ja schließlich Evernote zur Stelle.

Hier findet ihr drei Tipps, wie ihr wichtige Kerninformationen erkennt und somit mehr aus dem Studium herausholt.

1. Hauptideen identifizieren

Eine der Tücken des Notierens ist, dass es sich um eine passive Aktivität handelt. Wir schreiben zwar hektisch, um ja nichts auszulassen, aber dabei konzentrieren wir uns eigentlich mehr auf das Mitschreiben selbst als auf die Ideen, die wir festhalten.

Tipp: Hört in der Lehrveranstaltung aufmerksam zu und identifiziert zentrale Aussagen, Ideen und Konzepte. Wenn ihr etwas hört, das ihr euch merken möchtet, notiert Stichwörter, die zur Erinnerung dienen. Falls es eine Idee ist, die eure besondere Aufmerksamkeit erregt hat, oder ihr die Erklärung nicht ganz verstanden habt, markiert den Abschnitt mit einem „!“ (Ausrufezeichen). So findet ihr diese Stellen später einfach wieder.

Wenn ihr nur die Hauptideen festhaltet, kann sich euer Gehirn besser darauf konzentrieren, die gehörten Informationen zu verarbeiten. Man kann einfach nicht alles aufschreiben, was man in einer Vorlesung hört, also muss man die Informationen in einer knappen und präzisen Form neu formatieren. Diese kurzgefassten Notizen sind effektiver als während des Zuhörens zu schreiben, da ihr so die Zeit habt, dem Vortragenden tatsächlich zuzuhören.

2. Kurzschrift einsetzen

Die Kurzschrift, oder auch Stenografie genannt, ist eine aus gekürzten Symbolen, Buchstaben und Strichen gebildete Schrift. Einige Kurzschriftarten werden seit Jahrhunderten eingesetzt, um wichtige Nachrichten zu versenden, die nur der Empfänger lesen sollte. Aber Steno ist auch eine tolle Möglichkeit, um Informationen rasch festzuhalten. Es gibt viele verschiedene Kurzschriftformen, die, je nachdem wie ähnlich sie modernen Schreibregeln sind, ziemlich schwer zu erlernen sind.

Anstatt eine komplette Stenografie-Methode zu erlernen, macht euch ein paar bestimmte Techniken für eure Mitschrift zu eigen. Ihr kennt bestimmt schon einige Abkürzungen wie zum Beispiel u. statt und.

Entwickelt diesen Ansatz weiter und denkt an Wörter und Muster, die ihr oft seht oder hört. Im Deutschen, Englischen und vielen romanischen Sprachen kommt zum Beispiel das Suffix „-ion“ häufig und auch oft in wissenschaftlichen Texten vor. Wörter wie Adaptation, Mutation oder Relation können also einheitlich abgekürzt werden. Ihr könnt dazu einen „.“ Punkt verwenden.

Adaptation » Adaptat.
Mutation » Mutat.

Ihr könnt ähnliche Techniken für Verben einsetzen. Verwendet zum Beispiel einen Apostroph (‘), um ein Verb in der Vergangenheitsform zu kennzeichnen.

adaptierte » adapt’
mutierte » mut’

Tipp: Vergesst nicht, das Ziel der Kurzschrift ist, Informationen schneller festzuhalten. Es gibt keine richtige oder falsche Methode. Probiert also einfach aus, was für euch am besten funktioniert. Einige Notizschreiber verwenden zum Beispiel „é“ für das Wort „vor“ und „è“ für „nach“.

Die Infektion verschwand nach der Behandlung. »
Infekt. verschw‘ è Behandl.

Auch wenn ihr nur einige wenige Kurzschrifttechniken anwendet, werdet ihr merken, dass ihr mehr mit weniger Zeichen festhalten könnt.

3. Grenzen setzen

Wenn ihr eure Notizen später erneut durchgeht, ist es sehr hilfreich, Lernkärtchen zu machen. Wenn ihr nur begrenzt Platz für eure Notizen habt, müsst ihr eure Informationsmassen filtern und zwingt euer Gehirn dabei, Informationen zu priorisieren und auszuwählen, was wichtig ist.

Tipp: Wenn ihr eure Mitschrift aus Vorlesungen durchseht, könnt ihr eure eigenen Lernkärtchen aus Indexkarten oder Post-it®-Notizen erstellen. Wenn ihr diese Karten beschriftet, müsst ihr bereits Bekanntes nicht aufschreiben. Die Karten sollten nur Konzepte und Ideen enthalten, die ihr noch nicht kennt. So könnt ihr euch in Dinge vertiefen, die euch noch fehlen.

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