Evernote Nutzen

Erstellen einer Ideensammlung („Spark File“) in Evernote

Um ein Feuer zu entfachen, braucht man zuerst einen Funken.

Und natürlich die richtigen Werkzeuge, um diesen Prozess anzukurbeln. Das gilt auch, wenn es darum geht, kreative und geistreiche Momente festzuhalten.

Kreativität ist überall zu finden. Wissenschaftler versuchen seit Jahrzehnten mehr über die Quellen und Auswirkungen von Kreativität herauszufinden. Diese Recherchen haben zur Entstehung von zahlreichen Listen, aktuellen Artikeln und Forschungsarbeiten beigetragen. Dabei konzentrierte sich die Forschung in der Regel auf den Ablauf und die greifbaren Ergebnisse von kreativen Vorhaben. Die Erforschung von Kreativität hat jedoch noch viel mehr Facetten als nur das Endresultat. Bei Evernote schreiben wir Ideen ganz groß – wir machen uns brillante Geistesblitze zunutze und entwickeln eine Plattform für eure größten Leistungen.

Und Evernote ist ein Teil des Puzzles der menschlichen Kreativität – unsere Produkte sind darauf ausgelegt, Platz für eure Konzepte, Ideen und Gedanken zu schaffen, und diesen Ort für euch so natürlich und intuitiv wie möglich zu gestalten.

Werft einen Blick auf die Ideensammlung und Evernote – eine der besten Methoden zum Sammeln und Verwalten von Ideen, die wir kennen.

Funken vor dem Feuer

Eine tolle Idee benötigt einen Funken als Impuls.

Steven Johnson ist Experte in Sachen Ideen. Als Autor von Wo gute Ideen herkommen hat er seine Karriere der Recherche und Erforschung der Fragestellung gewidmet, woher Ideen kommen und wie wir sie optimal nutzen können. Johnson hat untersucht, wie Umgebungen und Muster uns dabei helfen, Ideen in innovative Aktionen weiterzuentwickeln.

Wir haben die romantische Vorstellung, dass Ideen wie ein Blitz einschlagen. Es gibt sogar eigene Begriffe dafür, wie Aha-Erlebnis, Heureka oder Erleuchtung, sowie zahlreiche Anekdoten, wie der Apfel, der Newton auf den Kopf gefallen ist. Egal, wie wir diesen Moment der Genialität nennen, wir glauben, dass Ideen das Resultat von neurologischen Geniestreichen sind.

Aber vielleicht sollten wir Ideen stattdessen als Teil eines größeren Netzwerks ansehen.

„Wir borgen Ideen von anderen Leuten“, erklärte Johnson 2010 in einem TED Talk. „(Wir borgen sie) von Leuten, von denen wir etwas gelernt haben oder die wir im Kaffeehaus treffen, und wir fassen diese Ideen in neuen Formen zusammen und kreieren etwas Neues. Das ist, was Innovation wirklich ist.“

Zusammenhänge herstellen

Die große Herausforderung, unsere eigenen Ideen festzuhalten, können wir möglicherweise durch die Zusammenarbeit mit anderen an einer gemeinsamen Leidenschaft bewältigen. Dieser Ansatz widerspricht der Vorstellung eines einsamen Wissenschaftlers, der alleine in einem Labor schuftet, bis der geniale Einfall oder die Erleuchtung ihn überkommt. Doch, das klingt auch irgendwie logisch. Wenn wir uns selbst nicht an unsere guten Ideen erinnern, wie sollen wir uns dann erinnern, wann und wo wir den Einfall hatten?

Ein perfektes Beispiel dafür ist Charles Darwin, der Geologe und Naturforscher, der auf der Beagle die weltbekannte wissenschaftliche Expedition zu den Galapagosinseln unternahm.

Darwin hat seine berühmte Theorie der natürlichen Selektion nicht plötzlich aus reiner Genialität erfunden, sondern hat sie im Laufe der Zeit entwickelt und unglaublich detailliert in seinen Notizbüchern festgehalten.

1974 hat Howard Gruber, ein Experte der Kognitionspsychologie, das Buch Darwin on Man veröffentlicht. Darin wird gezeigt, dass Darwins Forschung, Gedanken und Notizen einen sich weiterentwickelnden Kreativprozess darstellten, die einzelnen Puzzleteile immer mehr zusammenpassten und zusammen den Kern seiner Arbeit darstellten, die zur Theorie der natürlichen Selektion führte.

Ideen geraten in Vergessenheit. Die Herausforderung liegt darin, ein System zu entwickeln, um dies zu verhindern.

Muster eines Netzwerks

Heute kann man ein digitales System erstellen, mit dem man sich an Ideen, Inspirationen und Einblicke erinnert. Wenn Kreativität auf unsere spontanen Verbindungen scheinbar nicht zusammenhängender Dinge aufbaut, dann sind Evernote und Ideensammlungen genau das Tool, mit dem ihr frühere Ideen wieder an die Oberfläche bringen könnt, wenn ihr neue kreative Herausforderungen annehmt.

Steven Johnson schrieb eine Einführung zur Verwendung von Ideensammlungen. Er deutet darin darauf hin, dass das Sammeln von Ideen und Gedanken an einem Ort über Monate und Jahre hinweg die perfekte Methode ist, um brillante Ideen zu erfassen und das Material immer wieder durchzusehen. „Es gibt hierbei keine Organisationsstruktur oder Klassifizierung. Es geht um eine chronologische Liste beliebiger Ideen, die ich festhalten konnte, bevor ich sie wieder vergaß“, schreibt Johnson.

Nochmals durchsehen, durchdenken und überarbeiten

Wie oft man seine Ideensammlung durchsieht, ist jedem selbst überlassen. Mike Vardy, Experte in Produktivität, ruft sich seine Ideensammlung mehrere Male pro Woche wieder ins Gedächtnis.

„Normalerweise sehe ich mein Notizbuch jeden Sonntag, Montag und Dienstag durch. Sonntag ist für die Planung reserviert, Montag und Dienstag für das Schreiben“, erklärt Vardy. „In der Regel habe ich in meiner Ideensammlung genug Inhalte für diese Tage gesammelt, um es bis zum nächsten Sonntag zu schaffen.“

Steven Johnson liest sich seine Ideensammlung alle drei Monate durch. In einem auf Medium veröffentlichten Artikel erklärt er, wie er in seine notierten Ideen eintaucht. Dabei stellt er interessanterweise fest, dass Ideen, die er vor Jahren festhielt, erst viel später großes Potenzial hatten.

„Eine Idee von 2008 hatte damals so gut wie keinen Sinn, war aber 2012 unglaublich hilfreich, weil sich in der externen Welt etwas geändert hat oder eine andere Idee das fehlendes Puzzlestück darstellte, mit dem die Vorahnung umgesetzt werden konnte. Und es ist immer wieder ermutigend, zu sehen, wie Vorahnungen sich in Projekte oder sogar ganze Bücher verwandelt haben“, führt Johnson aus.

Durch das regelmäßige Durchsehen seiner Ideen kann er die Entwicklung und Verschmelzung seiner Ideen beobachten. Die Ideensammlung wird zur Entwurfsplanung für die Umsetzung von Ideen.

Jeder kann Ideen sammeln

Ideensammlungen kann jeder erstellen, die Möglichkeiten sind unbegrenzt. Ihr könnt Ideen erfassen, um Herausforderungen zu meistern, die Arbeit und Verantwortungen zu erfüllen und Ideen aus verschiedenen Lebensmomenten zu kombinieren. Die Sammlung soll als Funke für eine Idee dienen, die sofort oder erst später umgesetzt werden kann.

Hier findet ihr einige Anwendungsvorschläge, wie Ideensammlungen in verschiedenen Bereichen eingesetzt werden können:

Schriftsteller:
  • Bereits vorhandene oder geplante Figuren weiterentwickeln
  • Handlung und Geschichten erfinden und entwickeln
  • Ideen zu Buchtiteln festhalten
  • Ideen zu zukünftigen Büchern und Schreibprojekten notieren
  • Notizen aus der Lektüre anderer Bücher aufbewahren
Designer:
  • Gemeinsam mit Kollegen und Kunden an Projektideen arbeiten
  • Gedanken und Fotos zu inspirierenden Werken anderer Designer sammeln
  • Moodboard organisieren
  • Inspirierende Ideen für sein Team präsentieren
Unternehmer:
  • Lieblingsänderungen im Bereich Innovation festhalten
  • Gedanken zu Rechtsfragen, geistigem Eigentum oder Patenten notieren
  • Geschäftsideen ausarbeiten
  • Liste der Personen erstellen, die man gerne treffen möchte
  • Informationen zu Mitbewerbern festhalten, die eine Auswirkung auf das eigene Unternehmen haben könnten

Im nächsten Blogpost zeigen wir euch, wie ihr eine Ideensammlung in Evernote erstellen könnt. Außerdem verraten wir einige Tipps und Tricks, um mit coolen Funktionen Top-Ideen zu verwalten und immer präsent zu haben.

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